Der Film beruht auf Tatsachen und basiert auf dem Buch «Des Teufels Werkstatt – Im Fälscherkommando des KZ-Sachsenhausen» von Adolf Burger. Salomon Sorowitsch (Karl Markovics), ein mit allen Wassern gewaschener Fälscher von Ausweisen, Dokumenten und Banknoten, wird 1936 von der Berliner Kriminalpolizei verhaftet und in das Konzentrationslager Mauthausen eingeliefert. Die Wächter misshandeln ihn zunächst brutal, bis er durch sein außerordentliches Malertalent auffällt, von ihnen Porträtaufträge erhält und damit vor Schikanen verschont wird.
Nach Kriegsausbruch wird er nach Sachsenhausen versetzt, wo die KZ-Leitung eine großangelegte Fälschungsabteilung aufbaut. Bei der «Aktion Bernhard» werden britische Pfundnoten, jugoslawisches Partisanen-Geld, sowjetische Ausweise, brasilianische, britische und amerikanische Pässe, Soldbücher, Briefmarken und Formbriefe qualitätsmäßig derart gut herstellt, dass sie vom Original nicht zu unterscheiden sind. Sorowitsch wird bei der Qualitätskontrolle eingesetzt und leistet dabei, um sein Leben zu retten, eine hervorragende Arbeit.
Zur Überprüfung der Güte des Falschgelds reist ein Agent nach Zürich, wo ein Sortiment englischer Pfunde vertraulich von einer Bank begutachtet wird. Die Schweizer Experten beurteilen das Material als «echt», was die deutsche Führung ermuntert, sie in großen Mengen herzustellen, um sie mit der Luftwaffe über England abzuwerfen, mit dem Ziel, eine Hyperinflation auszulösen und damit den wirtschaftlichen Zusammenbruch des Feindes zu verursachen. Als die Häftlinge beauftragt werden, amerikanische Dollars zu fälschen, boykottiert der Drucker Adolf Burger (August Diehl) die Anordnung mit der Begründung, das Dritte Reich mit gefälschten Banknoten zu versehen, würde den Krieg nur verlängern.
Sorowitsch, um seine persönliche Sicherheit und die der Mitgefangenen besorgt, versucht vergebens, Burger zur loyalen Zusammenarbeit zu bewegen. Die Produktion verzögert sich. Der bisher ihnen gutgesonnene SS-Mann Herzog (Devid Striesow), der von Berlin wegen der Verspätung unter Druck gesetzt wird, ist nun aufgebracht.
Mit Herzog verlieren die Fälscher ihren einzigen wohlgesonnenen Aufseher, wodurch sich ihre Sicherheit mit einem Schlag drastisch verschlechtert. Stefan Ruzowitzky inszeniert den KZ-Alltag realitätsnah und verschont den Zuschauer nicht vor barbarischen Misshandlungen und Tötungen. Die Spannung lässt keinen Moment nach, und um die bewegte Handlung noch wirkungsvoller zu gestalten, setzt der Regisseur wiederholt eine Steadicam ein, was jede Menge verwackelter Bilder zur Folge hat.
Dazu ließ er das Filmmaterial bewusst auf Grobkörnigkeit bearbeiten, wodurch über lange Sequenzen unscharfe, unsauber anmutende Einstellungen entstanden, die jedoch die aufwühlende Handlung trefflich unterstützen. Die Produktion hatte ein bedeutendes internationales Echo und erhielt 2008 den Oscar als bester fremdsprachiger Film. Die Überspielung auf Blu-Ray lässt keine Wünsche offen.
Leider liegt kein Bonusmaterial bei. «Die Fälscher», Österreich, Deutschland, 2007 Regie: Stefan Ruzowitzky Produktion: Josef Aichholzer, Nina Bohlmann, Babette Schröder Drehbuch: Stefan Ruzowitzky Kamera: Benedict Neuenfels Ton: Torsten Heinemann Schnitt: Britta Nahler Musik: Marius Ruhland Mit Karl Markovics, August Diehl, Devid Striesow, Martin Brambach, August Zirner u. a.