Originalbeitrag: “Manipulación de un espacio sagrado”: impiden entierro del esposo de la machi Millaray Huichalaf en cementerio ancestral Widerstand gegen Begräbnis von Jaime Javier Uribe Montiel: Eine Verletzung der kulturellen Rechte im ancestralem Friedhof Maihue Inmitten der Trauer um den Tod von Jaime Javier Uribe Montiel haben die Mapuche Williche-Gemeinschaften im El Roble, Maihue-Carimallin eine „tiefe Ungerechtigkeit“ angeprangert, nachdem ihnen die Beisetzung auf dem ancestralem Friedhof von Maihue verweigert wurde. Die Situation, so heißt es in einem Schreiben an die regionale Behörde der Region Los Ríos, sei nicht nur eine administrative Entscheidung, sondern eine Maßnahme, die die Familie in einem Moment des Schmerzes direkt trifft. Aus Sicht der Gemeinschaften stellt diese Entscheidung eine Verletzung historischer Rechte dar und verstärkt den Konflikt um einen Ort von hoher kultureller Bedeutung.
Die Auswirkungen sind konkret. Die Ablehnung betrifft insbesondere seine Frau, die Machi Millaray Huichalaf, und deren Kinder, von denen viele minderjährig sind, die heute ihren Vater nicht an dem Ort beerdigen können, an dem ihre Vorfahren ruhen. Die Gemeinschaften warnen, dass die Verweigerung dieses grundlegenden Aktes inmitten der Trauer „eine Beleidigung der menschlichen Würde“ darstellt.
Begräbnis im ancestralem Friedhof Maihue: Ein kollektiver, nicht ausschließlicher Raum Um den Konflikt zu verstehen, richten die Gemeinschaften den Fokus auf die Natur des Friedhofs von Maihue. Es handelt sich nicht um einen beliebigen Ort, sondern um einen ancestralem Raum, der als „ancestrale und kulturell bedeutende Nutzung“ definiert ist und dessen Organisation nach gemeinschaftlichen Kriterien erfolgt. Konkreter erklären sie, dass der Friedhof historisch von Familienlinien strukturiert wurde, wobei „jede Familie einen definierten Raum innerhalb des Geländes hat, basierend auf Blutsbande, territorialer Zugehörigkeit und gemeinschaftlicher Anerkennung“.
Das bedeutet, dass es keine individuelle oder exklusive Verwaltung gibt, sondern ein kollektives System, das über Generationen respektiert wurde. Aus dieser Logik heraus warnen sie, dass keine Gruppe sich das Recht herausnehmen kann, andere auszuschließen. Dies zu tun, so argumentieren sie, würde nicht nur diese Tradition brechen, sondern auch die eigentliche Natur des Raums entwerten.
Familienbindung und territoriale Zugehörigkeit In diesem Zusammenhang betonen die Gemeinschaften, dass Jaime Javier Uribe Montiel die Kriterien für eine Beerdigung im Friedhof erfüllt. Sie erinnern daran, dass es in dem Gebiet eine anerkannte Praxis gibt: „Wenn eine Person von außerhalb eine Familie mit einem Mitglied der Familienlinien bildet, die den Friedhof nutzen, wird diese Person Teil dieser Familiengemeinschaft und erwirbt das Recht, neben ihrer Familie beerdigt zu werden“. Es handelt sich um eine Gewohnheitsregel, die historisch die Nutzung des Ortes geordnet hat.
Hinzu kommt seine direkte Verbindung zur Gemeinschaft: Er war der Ehemann der Machi, Vater seiner Kinder und Teil des familiären und territorialen Gefüges. Daher, so sagen sie, ist das Verhindern seiner Beerdigung nicht nur eine Missachtung dieser Praktiken, sondern wirkt sich direkt auf seine Kinder aus, indem es ihnen die Möglichkeit verwehrt, sich von ihrem Vater am ihnen zustehenden Ort zu verabschieden. Fragen zur angeblichen Verwaltung des Friedhofs Ein weiterer Punkt, der den Konflikt belastet, ist der Verweis auf eine angebliche Verwaltungsentity des Friedhofs.
Die Gemeinschaften sind eindeutig: „Es gibt keine indigenen Gemeinschaften, die rechtlich in diesem Namen im Sektor gegründet sind“, in Bezug auf die sogenannte „Indigene Gemeinschaft Maihue“. In einem Gebiet, in dem verschiedene Gemeinschaften zusammenleben, weisen sie darauf hin, dass diese Figur keine formale Grundlage hat. Auf dieser Grundlage stellen sie in Frage, dass eine kleine Gruppe Entscheidungen über einen Raum trifft, der historisch geteilt wurde, und betonen, dass dieser Ausschluss keine legitime oder repräsentative Basis hat.
Der Hintergrund: Territorialer Konflikt und interne Spannungen Über den konkreten Fall hinaus stellt das Dokument die Ereignisse in einen breiteren Kontext. Die Gemeinschaften betonen, dass das Gebiet einen Prozess der sozialen Fragmentierung erfahren hat, „der zu einem großen Teil durch die Interventionen des norwegischen Unternehmens Statkraft verursacht wurde, das seit Jahren Wasserkraftprojekte am Pilmaiquen-Fluss entwickelt, von großer kultureller und spiritueller Bedeutung für die Mapuche Williche Gemeinschaften in diesem Gebiet“. In diesem Zusammenhang warnen sie, dass einige der Personen, die sich heute gegen die Beerdigung stellen, „mit Statkraft verhandelt haben und (…) direkte Mittel von dieser Firma erhalten“.
Ein Aspekt, der ihrer Meinung nach nicht unbedeutend ist in einem Kontext, in dem die territorialen Streitigkeiten weiterhin offen sind. Dieser Punkt gewinnt besondere Bedeutung in Anbetracht der Rolle von Machi Millaray Huichalaf, die die Opposition gegen Wasserkraftprojekte am Pilmaiquen-Fluss angeführt hat, gerade wegen ihres Einflusses auf kulturelle und spirituelle Räume.